Regulatory Update
FCA-Update zu Reformen der britischen Geldmarktfondsverordnung
Die Financial Conduct Authority (FCA) hat ihre Vorschläge für Reformen der britischen Geldmarktfondsverordnung aktualisiert und folgt damit den Plänen der Regierung, die aktuellen Regeln zu ersetzen. Ziel der FCA ist es, die Widerstandsfähigkeit dieser Fonds zu stärken, die eine entscheidende Rolle im Finanzsystem spielen und in großem Umfang für das Cash-Management eingesetzt werden. Die jüngsten Stressphasen am Markt haben die Notwendigkeit verbesserter Liquiditätsstandards deutlich gemacht.
Die aktualisierten Vorschläge behalten die wöchentlichen Mindestanforderungen an liquide Vermögenswerte (WLA) bei, erhöhen jedoch die täglichen WLA-Werte auf 15 % des Vermögens, wobei Geldmarktfonds mit stabilem NAV mindestens 40 % WLA und Geldmarktfonds mit variablem NAV 20 % halten müssen. Die FCA plant außerdem, die Liquiditätsgebühren oder Rücknahmesperren für Geldmarktfonds mit stabilem Nettoinventarwert zu entkoppeln. Darüber hinaus werden erweiterte „Know Your Customer“-Anforderungen zur Anlegerkonzentration und zum Risiko damit verbundener Abhebungen eingeführt.
Die aktualisierten Vorschläge der FCA unterliegen der endgültigen Prüfung und Genehmigung innerhalb des voraussichtlichen Zeitrahmens bis Ende 2026, wenn Gesetze zur Aufhebung der Geldmarktfondsverordnung eingeführt werden sollen. Die Regulierungsbehörde plant, vor diesem Datum eine vorläufige Grundsatzerklärung und endgültige Leitlinien zu den WLA-Werten von Geldmarktfonds im Vereinigten Königreich zu veröffentlichen.
Why it matters
Warum es wichtig ist Die von der FCA vorgeschlagenen Reformen der britischen Geldmarktfondsverordnung zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit dieser Fonds zu stärken, die als Alternative oder Ergänzung zu Bankeinlagen für Anleger eine entscheidende Rolle im Finanzsystem spielen. Die aktualisierten Vorschläge bauen auf den Konsultationsantworten und der weiteren Zusammenarbeit mit Interessengruppen, einschließlich der Bank of England, auf.
Zu den wichtigsten Änderungen gehört eine Änderung der wöchentlichen Mindestanforderungen an liquide Vermögenswerte (WLA), die auf 40 % für Geldmarktfonds mit stabilem Nettoinventarwert und auf 20 % für Geldmarktfonds mit variablem Nettoinventarwert erhöht werden, um die Liquiditätsstabilität zu verbessern und gleichzeitig mehr Flexibilität zu ermöglichen. Die Einführung neuer Leitlinien zu WLA-Anforderungen soll die Ziele der Aufsichtsbehörden zur Wahrung der Finanzstabilität und Marktintegrität unterstützen.
Die Reformen umfassen auch Maßnahmen, um den von Interessenträgern geäußerten Bedenken hinsichtlich der vorgeschlagenen Erhöhung der Geldmarktfonds-Liquidität Rechnung zu tragen, wie etwa die Entkoppelung von Geldmarktfonds mit stabilem Nettoinventarwert von Liquiditätsgebühren oder Rücknahmesperren. Diese Änderungen unterliegen der abschließenden Prüfung und Genehmigung innerhalb der FCA und werden voraussichtlich bis Ende 2026 durch eine neue Regelung eingeführt.
Wichtige Punkte
– Die FCA aktualisiert ihre Vorschriften für Geldmarktfonds (MMFs) als Reaktion auf die Pläne der Regierung, die aktuellen Vorschriften zu ersetzen, wobei der Schwerpunkt auf der Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit liegt.
- Zu den vorgeschlagenen Änderungen gehören die Erhöhung der Mindestanforderungen an liquide Vermögenswerte und die Aufhebung regulatorischer Verknüpfungen zwischen den Liquiditätsniveaus in bestimmten Geldmarktfondstypen, die als „Delinking“ bezeichnet werden.
- Interessengruppen haben Bedenken hinsichtlich der vorgeschlagenen Erhöhung der Liquidität von Geldmarktfonds geäußert, aber weitere Datenerhebungen und -analysen haben zu einer aktualisierten Beurteilung des angemessenen Niveaus der Widerstandsfähigkeit geführt.
– Die FCA plant die Einführung einer neuen Regelung, die alle Geldmarktfonds dazu verpflichtet, über ausreichend Liquidität für eine angemessene Widerstandsfähigkeit zu verfügen. Die wöchentlichen Mindestanforderungen an liquide Vermögenswerte liegen bei 40 % für Geldmarktfonds mit stabilem NAV und bei 20 % für Geldmarktfonds mit variablem NAV.
- Die aktualisierten Vorschläge zielen darauf ab, die Notwendigkeit einer erhöhten Widerstandsfähigkeit mit der Notwendigkeit in Einklang zu bringen, dass Geldmarktfonds weiterhin den Anlegerbedürfnissen gerecht werden, und gleichzeitig andere Maßnahmen wie die Entkoppelung und verbesserte „Know Your Customer“-Anforderungen zu ergreifen.
– Die FCA plant, ihre neuen Regeln und Leitlinien rechtzeitig zur Aufhebung der aktuellen Geldmarktfondsverordnung bis Ende 2026 zur Verfügung zu stellen.
Institutioneller Kontext
Der institutionelle Kontext für Reformen der britischen Geldmarktfondsverordnung ist durch die Pläne der Regierung gekennzeichnet, die aktuellen Regeln durch neue Gesetze zu ersetzen. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von Geldmarktfonds (MMFs) zu stärken, die eine entscheidende Rolle im Finanzsystem spielen, insbesondere für die Bargeldverwaltung und als Alternative zu Bankeinlagen.
Die jüngsten Marktstressphasen haben gezeigt, dass Geldmarktfonds widerstandsfähiger sein müssen, was zu einer Konsultation über Vorschläge zur Stärkung ihrer Liquiditätsniveaus geführt hat. Die Konsultation fand breite Unterstützung für die meisten der vorgeschlagenen Änderungen, wobei die Interessenträger wertvolle Beiträge dazu lieferten, wie Unternehmen das Liquiditätsrisiko in der Praxis verwalten. Bedenken hinsichtlich der vorgeschlagenen Erhöhung der Geldmarktfonds-Liquidität führten jedoch zu einem weiteren Engagement und einer weiteren Datenerhebung.
Die Financial Conduct Authority (FCA) und die Bank of England haben ihre Analyse inzwischen aktualisiert und dabei neue Informationen und Erkenntnisse aus einer systemweiten Sondierungsszenariostudie berücksichtigt. Dies hat zu überarbeiteten Vorschlägen geführt, die darauf abzielen, die Notwendigkeit einer erhöhten Widerstandsfähigkeit mit der Fähigkeit von Geldmarktfonds in Einklang zu bringen, die Bedürfnisse der Anleger zu erfüllen. Der aktualisierte Ansatz der FCA umfasst die Beibehaltung der aktuellen wöchentlichen Mindestanforderungen an liquide Vermögenswerte und die Einführung von Leitlinien für Geldmarktfonds mit stabilem NAV und variablem NAV, die über höhere Liquiditätsniveaus verfügen, um eine angemessene Widerstandsfähigkeit sicherzustellen.
Praktische Überlegungen
Praktische Überlegungen Um diese Änderungen umzusetzen, müssen Institute ihre aktuellen Richtlinien und Verfahren für Geldmarktfonds (MMF) überprüfen, um sicherzustellen, dass sie die aktualisierten Liquiditätsanforderungen erfüllen. Dies kann die Überarbeitung von Anlagestrategien, Liquiditätsmanagementpraktiken und Anlegerkommunikationsprotokollen umfassen. Geldmarktfonds mit stabilem Nettoinventarwert und einem wöchentlichen Liquiditätsbedarf von 40 % müssen beispielsweise in den meisten Fällen Maßnahmen ergreifen, um dieses Liquiditätsniveau aufrechtzuerhalten, mit Ausnahme seltener Ausnahmen wie Rücknahmen oder Ereignisse, die außerhalb der Kontrolle des Managers liegen.
Institute sollten sich auch auf die Einführung erweiterter „Know Your Customer“-Anforderungen hinsichtlich der Anlegerkonzentration und des Risikos damit verbundener Abhebungen vorbereiten. Dies kann die Aktualisierung der Kunden-Due-Diligence-Verfahren, eine genauere Überwachung der Anlegeraktivitäten und die Einführung neuer Kontrollen zur Verhinderung korrespondierender Rücknahmen umfassen. Darüber hinaus müssen die Institute sicherstellen, dass ihre Systeme und Prozesse die Entkopplung stabiler NAV-Geldmarktfonds vom Liquiditätsniveau ermöglichen, was voraussichtlich in Verbindung mit den aktualisierten Regeln umgesetzt wird.
Um diese Änderungen zu unterstützen, plant die FCA, vor Ende 2026 vorläufige endgültige Leitlinien zu den wöchentlichen Liquiditätsanforderungen britischer Geldmarktfonds zu veröffentlichen. Dies wird den Instituten zusätzliche Klarheit und Orientierung für die Umsetzung der aktualisierten Vorschläge geben. Institute sollten außerdem eng mit der FCA und anderen Regulierungsbehörden zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass sie umfassend über die Auswirkungen dieser Änderungen auf ihren Geschäftsbetrieb informiert sind.
Source: FCA News